3. Rheingau Sparkling Festival                 am 30.10.2021

Kein Thema für jeden – doch wen es betrifft, der dürfte bei dieser Veranstaltung voll aus seine Kosten gekommen sein. Eine der größten Selektionen an flaschenvergorenen Rheingauer Sekten – von den besten Winzersekten bis hin zu wahre Raritäten, wurden beim 3. Rheingauer Sparkling Festival präsentiert.

 

 

Den rund 60 Gästen wurden 74 qualitativ hochwertige Sekte zur Verkostung angeboten. An verschiedenen Stationen konnten die Gäste nach Rebsorten probieren und zudem wurden an 3 Stationen besondere sensorische Erkundungen ermöglicht.

 

So wurde zum Beispiel der Einfluss der Dosage auf den Geschmack anhand von drei Sekten aus dem Hause Barth offenbart. Gleicher Jahrgang, gleiche Lage, unterschiedliche Dosage. Da gab es einige AHA-Momente. Mit der Dosage gibt der Kellermeister dem vergorenen und entheften Sekt den letzten Schliff in Sachen Süße.

 

 

Eine weitere Station war ein Vertikaltasting mit Premium Lagen Sekten der gleichen Lage aus dem Haus Solter, von 2001 bis 2012 und mit bis zu 16 Jahren Hefelager. Es war schön zu erkennen, wie Sekte mit unterschiedlicher Flaschenreife und Alter reifen und sich entwickeln.

 

 

In der dritten Station gab es ein Blindtasting Wettbewerb bei dem es von 5 verpackten Sekten einiges zu erraten

 

Erraten deshalb weil es hier um den reinen Spaß ging. Die Rebsorte, das Alter, die Dosage, das Weingut, usw. sind blind wirklich schwer zu erschmecken, gerade auch wenn Piraten oder auch gereifte Weine dabei sind. Alle Teilnehmer machten es aber richtig gut und hatten vor allem Spaß dabei. 

 

Die drei ausgelosten Sekte gaben den übrigen Ansporn. 

Ein besonderes Highlight war das Raritätenkabinett / Best Of. Hier gab es die ganz großen und außergewöhnlichen Sekte zu probieren, Raritäten die es nicht mehr gibt wie den 2002 Geheimrat J mit 10 Jahren Hefelager und eine Magnum von Georg Breuer aus dem Jahr 1999

 

Neu dabei war auch das Thema Lagensekte bei denen Sekte aus zumeist große Lagen und teils erste Lagen (nach VDP) präsentiert wurden. Sozusagen die Flaggschiffe der jeweiligen Weingüter die über einer herausragenden Qualität nach Möglichkeit auch die Lagentypizität mit den Sekt bringen.

 

Ebenso wurde das noch neue Thema der neuen VDP-Sekt-Klassifikation mit der 

höchsten Klassifikation  VDP.SEKT.PRESTIGE vorgestellt. Es wurden alle Sekte präsentiert die sich aktuell für diese Klassifikation klassifiziert hatten. Dazu gehörten der Hassel von Barth, der Doosberg von F.B. Schönleber, der Hochheimer Stein von Künstler und der Geisenheimer Rothenberg von Wegeler. Die Auflagen sind besonders streng, mit mindestens 36 Monaten Hefereife und nur Trauben aus den gutseigenen Weinbergen. 

 

Ein weiteres Highlight wurden die Reserve VDP Rheingau Versteigerungs Sekte aus dem Hause Barth präsentiert. Es ist der einzige Versteigerungssekt der letzten 4 Jahre der angestellt wurde und in jedem Jahr so begehrt war dass er die 50€ bzw. die 60€ Marke erreichte. Hier gab es mit 2013 bis 2016 alle angestellten Jahrgänge als Vertikale. Etwas ganz außergewöhnlich wie man schnell beim Verkosten merkte. Da stürzten sich alle drauf und waren begeistert.  Schön auch zu sehen wie die ersten Jahrgänge 2013 und 2014 wunderbar reiften. Kein Firn nur tiefer, balancierter, cremiger und der Riesling ganz wunderbar angereift.  

 

 

Gegen 21:00 wurde das Raritätenkabinett eröffnet. Mark Barth 

den neuen Jahrgang 2017des VDP Reserve Versteigerungssekt der im nächsten Frühjahr in Kloster Eberbach versteigert wird.

 

Den gab es dann ohne Dosage und ungeschönt direkt im Hof zu probieren.

Die Gäste waren begeistert ob der Qualität des Basisweins. 

 

Ich bin sicher das wird ein großartiger Sekt.  


 

Erfolgreich innovative neue Wege auch Markus Bonsels vom Weingut Bibo Runge. Seine neue Kreation ist ein Crémant mit höchsten technischen Anforderungen: reinste Handlese, Direktpressung mit maximal 66 Prozent Ertrag, anstatt 75 Prozent von der Tonne Trauben und keine Vermischung mit anderen Weinen.

  

 

Das schreibt die Presse darüber :

 

Parade der Rheingauer Spitzensekte - Rheingau

 

 

Den passenden Rahmen verlieh der Veranstaltung die Ankermühle, welche die verschiedenen Themen in den außergewöhnlichen Räumen im ganzen Haus inszenierte. Neben begleitenden Speisen während des Tastings, wurden zum Abschluss Musik mit Würstchen vom Grill und Lagerfeuer im Hof bei ausgelassener Stimmung angeboten.

 

 

2022 soll sich das Rheingau-Sparkling-Festival noch weiterentwickeln.

  • Wir planen einen früheren Termin, für Anfang September 
  •  Teile der Themen werden dann nach draußen verlagern und die Teilnehmerzahl erweitern zu können.
  • Außerdem ist geplant, dass zu bestimmten Themen Mini-Schulungen angeboten werden
  • Als besonderes Special ist ein Publikumspreis für den beliebtesten Sekt geplant.

  

 

Dies dürfte den Kreis der Sekt-Fans freuen. Denn die Veranstaltung war in kürzester Zeit ausgebucht und selbst lange Anreisen wurden von den Gästen in Kauf genommen.

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